Informationen zum geplanten Ausbau der Wasserstraße Donau
Umweltminister
Söder stellt sich vor die frei fließende Donau
Kurz vor Weihnachten 2008 wurde bekannt, dass die Donau zwischen
Straubing und Vilshofen mittlerweile auch vom Bayerischen
Umweltministerium für die europäische
Wasser-Rahmenrichtlinie als „natürliches Gewässer“
bewertet wird – und nicht mehr als „erheblich verändert“.
Damit steht nicht nur die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, sondern
auch die Wasserrahmen-Richtlinie der Errichtung einer Staustufe bei
Aicha (Ausbauvariante C/C2,80) im Wege.
In einem aktuellen Interview mit dem Bayerischen Rundfunk hat
Umweltminister Söder seine Haltung für die Donau und gegen
die Staustufenpläne noch einmal bekräftigt.
Für uns ist dies ein hoffnungsvolles Zeichen, dass sich auch
in der CSU die Kräfte durchsetzen, für die die Erhaltung
der Schöpfung mehr ist als eine Phrase, und die erkennen, dass
für die Schifffahrt und die (Container-)Logistik der Zukunft
nicht die Wassertiefen, sondern die Brückendurchfahrtshöhen
und der Ausbau der Häfen als Knotenpunkte das entscheidende ist.
Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten des Bund
Naturschutz Deggendorf und des Bund
Naturschutz Bayern.
______________________________________________________________________
Feierliche Ökumenische Donausegnung am Fest
der Taufe Jesu
Am Sonntag, den 11. Januar 2009 um 17 Uhr am Donauufer in
Niederalteich
mit Altabt Emmanuel Jungclaussen OSB und Pfarrerin Sonja
Sibbor-Heißmann
Chorkreis Rainer Gaschler
Nach der Fluss-Segnung Lichterprozession und Vespergottesdienst in
der Basilika mit Predigt von Dekan i.R. Reinhard von Loewenich,
Berlin
Bitte Kerzen oder Laternen mitbringen!
Gerade nach den letzten Aussagen von Umweltminister Söder
(der sich explizit auch auf den kirchlichen Widerstand und die
Bewahrung der Schöpfung bezieht) im
Bayerischen Rundfunk am 8. Januar besteht deutliche Hoffnung,
dass die Donausegnung am 11. Januar einen entscheidenden Wendepunkt
in der Ausbaudiskussion markieren könnte.
Zur Donausegnung (und auch nach dem Gottesdienst wieder zurück)
fährt ein kostenloser Bus mit folgenden Zusteigemöglichkeiten:
15:30 Uhr Aiterhofen, Gasthaus Goldenes Rad 15:40 Uhr
Straubing, Bahnhof 15:45 Uhr Straubing, Ursulinen 15:50 Uhr
Abzweigung Reibersdorf 15:55 Uhr Oberalteich 16:00 Uhr Bogen,
Bahnhof 16:05 Uhr Pfelling 16:08 Uhr Welchenberg 16:10 Uhr
Seiderau, Betriebshof Pummer 16:12 Uhr Loham 16:30 Uhr
Deggendorf, Busbahnhof
______________________________________________________________________
Zusätzliche Untersuchungen für 33 Mio
Euro müssen auf die Variante A und den Hochwasserschutz
beschränkt werden
Das Bundesverkehrsministerium will in den nächsten Jahren für
eine weitere Studie mit Förderung der EU 33 Mio Euro ausgeben.
Auch wenn diese Studie als âvariantenneutralâ bezeichnet (und
unter dieser Bezeichnung im Verkehrsausschuss des deutschen
Bundestages beschlossen wurde), sollen damit parallel die
Planfeststellungsunterlagen für die Ausbauvariante A
(flussregulierende Maßnahmen) und für die Variante C/C2,80
(Stau bei Aicha, erhebliche Baggerungen in der restlichen Strecke)
vorbereitet werden.
Die Untersuchung der Stauvariante macht jedoch keinen Sinn, da
diese Variante nach den europäischen Naturschutz und
Gewässerschutzrichtlinien nicht genehmigungsfähig ist.
Wir fordern, dass die âZusätzlichen Untersuchungenâ
allein auf die ökologische Optimierung der Variante A und die
Verbesserung des Hochwasserschutzes vor allem im Bereich zwischen
Isarmündung und Mühlhamer Schleife beschränkt werden.
Von den geplanten Kosten von 33 Mio Euro allein für die
Untersuchungen könnten so geschätzte 10 â 15 Mio Euro
sofort für den Hochwasserschutz umgewidmet werden. Außerdem
könnten sofort die für Stau und Seitenkanal vorgehaltenen
und erworbenen Flächen für die Schaffung neuer
Überschwemmungsräume verwendet werden, ohne dass dies zu
Lasten privater Grundeigentümer ginge.
Dies würde die jahrelange Politik beenden, mit der der Region
in der Staustrecke mit Verweis auf die offene Ausbaufrage seit
Jahrzehnten die dringend notwendige Verbesserung des
Hochwasserschutzes vorenthalten wurde. Für die Gemeinden Moos,
Niederalteich, Osterhofen und Hengersberg ist die Verbesserung des
Hochwasserschutzes von entscheidender Bedeutung â nicht jedoch die
Frage, ob die Donauschiffe 5 % mehr oder weniger abladen können.
______________________________________________________________________
Das Naturschutzgebiet Staatshaufen an der Donau - die aktuellen
Planungen würden dieses herrliche Auengebiet zerstören.
(Klicken Sie auf das Foto für eine größere Version.)
Hinweis
Auf den Webseiten des Bund
Naturschutz in Bayern sowie der BN-Kreisgruppe
Deggendorf finden Sie weitere Informationen zum Ausbau der Donau.
|